Samstag, 23. September 2017

Zum Dreißigjährigen Krieg



Diese Seiten handeln von der Frühen Neuzeit mit Schwerpunkt auf die Jahre 1618 bis 1648. Der Dreißigjährige Krieg ist dabei eingebunden in die großen europäischen Konflikte: Spanien - Niederlande, Spanien - Frankreich und Schwedens Expansion. Der gesamte Konflikt umschließt eine Zeitspanne von immerhin rund sechzig Jahren.

Dabei geht es nicht nur um die rein militärischen Ereignisse im Dreißigjährigen Krieg - sie kommen auch vor -sondern um die handelnden Personen und Ereignisse in dieser von viel Leid geprägten Periode.

Angefangen mit Maximilian von Bayern. Ein Fürst, der die gesamte Periode des Dreißigjährigen Krieges miterlebt und - nicht immer zum Besten - mitgestalltet hat. DannWallenstein, der Zwielichtige, der bis heute nicht Ergründete. Daneben die Habsburger Kaiserriege: Rudolf II., Matthias, Ferdinand II. und dessen Sohn Ferdinand III. Als Personen weniger bedeutend, aber mit dem Glanz des Amtes und der Macht desselben versehen.


Natürlich auch Gustav II. Adolf, der "Löwe aus Mitternacht". Bewundert und gehasst bei seinem kurzen Intermezzo im Reich. Und nicht zu vergessen Richelieu, der allmächtige, gerissene und so überaus schlaue Premier der Franzosen. Daneben die kaum zu nennende Zahl an Generälen (Gallas), Söldnerführern (Mansfeld, Pappenheim)), Fürsten (Anhalt) und Kurfürsten ((Friedrich V., Johann Georg von Sachsen), aber auch Königen (Christian IV.), die den Lauf dieser Zeit wenigstens kurzfristig mitbestimmten. Nicht zu vergessen, die Vertreter der Kirchen (Lamormaini, Hoeg) mit ihrem zum Teil die Gegensätze, ja den Hass schürenden Einfluss. Und, soweit fassbar, den Menschen, die die Zeit miterlebt, durchlitten oder verschlimmert haben.

Die Frage Glaube oder Macht zieht sich durch die ganze Epoche. In den Anfangsjahren waren da sicher die unterschiedlichen religiösen Einstellungen, mit unglaublicher Inbrunst und Intoleranz vertreten, treibende Kräfte der kriegerischen Auseinandersetzungen. Doch die machtpolitischen Aspekte - dafür stehen die Koalitionen des lutherischen Sachsen mit dem katholischen Habsburg oder das katholische Frankreich mit dem protestantischen Schweden - wurden selten aus den Augen verloren. Am Ende, als nach langen Jahren des militärischen Ringens klar war, dass keine Seite wirklich gewinnen konnte, kam der Frieden von Münster und Osnabrück. Auch hier verging sehr viel Zeit bis zum endgültigen Abschluss mit dem Versuch, den eigenen Vorteil durchzusetzen.

Nach dem so zäh erlangten Frieden von Westfalen im Jahr 1648 waren weite Teile des Deutschen Reiches verwüstet, entvölkert und verarmt. Aber wenigstens waren die religiösen Zwistigkeiten, wenn nicht beseitigt, so doch entschärft. Ein zwar labiles, aber immerhin ein Gleichgewicht der Kräfte hatte sich in Deutschen Reich vorläufig ergeben. Der Machtkampf um die Hegemonie in Europa ging jedoch in eine neue Runde.